Darstellendes Spiel am Albert-Schweitzer-Gymnasium
Man kann in andere Rollen schlüpfen, kann Dinge tun, die man sich sonst nie trauen würde, steht im Rampenlicht und kann in einer Welt agieren, in der alle Bühnenhandlungen letztlich – im guten Sinne -folgenlos sind. Wenn man sich auf diese Entdeckungsreise begibt, wird man schnell bemerken, dass Vieles zunächst leicht und problemlos erscheint. Wenn aber die Ideen auf der Bühne Realität werden sollen, wird deutlich, dass es viel Kenntnis, Erfahrung und Übung braucht, um die Bilder, die man im Kopf hat, umzusetzen.
Schon bevor es zum Schulfach wurde, spielten engagierte Schüler/innen in Arbeitsgemeinschaften unter Anleitung theaterbegeisterter Lehrer. Unvergessen „Der Sommernachtstraum“ sowie die Jahrgangsübergreifend organisierten Musical-Aufführungen, die durch das Zusammenwirken aller künstlerischen Fächer zu Großereignissen wurden.Theaterspielen fordert und fördert die eigene Persönlichkeit
Darstellendes Spiel vermittelt theatrale, dramaturgische und formale Basiskompe-tenzen, es regt zu fantasievollen Spielkonzepten an – von Eigenproduktionen bis zu Adaptionen und Bearbeitungen dramatischer und nicht-dramatischer Vorlagen -, es fördert Disziplin, Verantwortungsgeist, Verlässlichkeit, Solidarität und Vertrauen.
Viele Untersuchungen der letzten Jahre bestätigen, wie sehr das gemeinsame Theaterspielen Kinder und Jugendliche positiv beeinflusst.Kein Wunder, dass Bildungsexperten -gerade im Zusammenhang mit der Diskussion um die PISA-Ergebnisse – Schulen, in denen das Theaterspiel ernst genommen wird, große Chancen einräumen.
Theaterspielen vernetzt die künstlerischen Fächer und öffnet die Schule für außerschulische Impulse.
Im raschen Umwandlungs-und Erneuerungsprozess von Schule betrachten wir das Theaterspiel als einen zentralen Bestandteil von Schulkultur. Dabei wird die Zusammenarbeit der schulischen Theaterlehrer/innen mit außerschulischen Institu-
tionen bzw. Profis (Schauspielern, Workshopleitern) eine zunehmend größere Rolle spielen. Seit zwei Jahren kooperiert das ASG mit der Staatsoper im Rahmen des Projekts „Theater und Schule“ (TuSch), erstes Ergebnis -im Frühjahr 2007 – war die auf Kampnagel aufgeführte Kinderoper „Dr. Popels fiese Falle“. Darüber hinaus bieten wir seit dem Schuljahr 06/07 für alle Kinder der 5. Klassen ein gemeinsames künstlerisches Projekt an, in dem sie unter dem Motto „Zusammen wachsen“ die Chance erhalten, sich in allen künstlerischen Disziplinen (Kunst, Musik, Theater, Tanz) auszuprobieren, um am Ende eine gemeinsame Präsentation vorzuführen. Unser außerschulischer Partner ist die Hamburger Stage School. Im Frühjahr 2008 wird erstmalig eine Kooperation mit dem Deutschen Schauspielhaus („TuSch-extra“) als besonderes Workshop-Angebot für den Jahrgang 10 eingerichtet.
Theaterspielen zieht sich durch die gesamte Schullaufbahn
Die Projektarbeit in den 5. Klassen wird künftig in den 6. Klassen fortgesetzt, in den Jahrgängen 7 und 8 gehören szenische Rollenspiel-Übungen in Deutsch und PGW zum Methodenkanon, im Jahrgang 9 kann DSP als Fach angewählt werden, hier geht es um erste theatralische Werkstatt-Übungen, um die Vermittlung von Grundlagen des Körper-und Stimmtrainings, im Jahrgang 10 wird ein musikalisch-theatralisches Jahrgangprojekt erarbeitet, in der künftigen Profiloberstufe -ab 2009/10 – planen wir ein künstlerisches Profil, in dessen Rahmen neben Musik als Kernfach auch Kunst und Darstellendes Spiel unterrichtet werden, was dem Fach DSP und dem Theaterspielen als Teil der Schulkultur eine neue Basis geben wird.
Ein besonderes Projekt ist unser Kindertheater, kurz KiThea genannt, in dem jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit vornehmlich Schüler/innen der Oberstufenkurse – gemeinsam mit jüngeren Musikern zum Beispiel eines Klassenorchesters – für die „Kleinen“ am ASG und die Grundschüler/innen der umliegenden Schulen ein Kindertheaterstück aufführen. Zuletzt in der Adventszeit 2007: „Pinocchio“.
(Fachleiter Darstellendes Spiel und Koordination der
Letztes update der Seite: November 25 2009 17:57:52.

