BILDLEISTE
Schulprogramm
^1. BEDINGUNGEN FÜR DAS SCHULPROGRAMM
^1.1 Präambel
„Größer als die Verhältnisse muss unsere Kraft sein, unter diesen Verhältnissen Menschen zu werden, die die Zeit verstehen und der Zeit gewachsen sind.“
(Albert Schweitzer)


Unser Gemeinwesen lebt von mündigen Individuen und stützt sich auf Grundwerte, die auch im Schulleben des Albert-Schweitzer-Gymnasiums ihren festen Platz haben. Darüber hinaus sieht sich die Schulgemeinschaft folgenden Zielen in besonderer Weise verpflichtet:

  • Die mit dem Namen Albert Schweitzer verbundene Grundhaltung, dem Mitmenschen und der Natur Achtung entgegenzubringen, soll für Schülerinnen, Schüler, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer Leitlinie sein.
  • Das Albert-Schweitzer-Gymnasium versteht sich als ein Erfahrungsraum, in dem Lernende und Lehrende miteinander auf ganzheitliche Weise Erkenntnisse gewinnen, in diesem Rahmen gemeinsam Maßstäbe finden und erproben. Dies zeigt sich in der täglichen Arbeit der einzelnen Fächer sowie in fächerübergreifenden Unterrichtsformen.
    Die Bereiche Musik, Kunst und Darstellendes Spiel prägen unser Schulprofil wesentlich. Die ästhetische Erziehung begreifen wir als unverzichtbaren Beitrag zu einer umfassenden sozialen, kognitiven und emotionalen Entwicklung junger Menschen.
  • Durch die pädagogische Arbeit werden die Lernenden in den Stand versetzt, die Anforderungen der Lebens- und Berufswelt zu erfüllen. Den Ansprüchen der Gesellschaft stellt sich das Albert-Schweitzer-Gymnasium, indem die Techniken der Beschaffung, Auswertung und Verarbeitung von Information vermittelt werden. Für die Bildungsaufgabe ist es unerlässlich, die Analyse- und Bewertungsfähigkeiten der Schülerinnen und Schüler und das Verstehen von Zusammenhängen so zu entwickeln, dass sie reflektiert und kritisch entscheiden können.
^1.2 Beschreibung der Schule
1.2.1 Gelände und Bauten: Die Schule im Grünen
Das Albert-Schweitzer-Gymnasium ist eine „Schule im Grünen“, im mittleren Alstertal mit seinen Flussmäandern, Auen und Teichen gelegen. Das weitläufige Schulgelände und die Schulgebäude bieten über 900 Schülerinnen und Schülern einen ansprechenden Lernort und vielfältige Möglichkeiten sich zu begegnen und miteinander zu arbeiten. Die Lage im Alstertal bietet den Zugang zur unmittelbar angrenzenden Alster, zu Teichen und Wiesen, zu Sport- und Spielplätzen. Für die Schule als Erfahrungsraum bedeutet die Nutzung des natürlichen Umfeldes für biologische Exkursionen, ökologische Untersuchungen, sportliche und spielerische Aktivitäten hervorragende Möglichkeiten. Die Jahreszeiten sind erlebbar und können direkte Anregungen für die Unterrichtsgestaltung geben.
Das Schulgelände selbst ist gekennzeichnet von einem reichhaltigen, zum Teil sehr wertvollen Baum- und Pflanzenbestand, der, versehen mit informativen Hinweisschildern, an manchen Stellen den Eindruck eines botanischen Gartens vermittelt. Großzügige Rasen- und Spielflächen zwischen den einzelnen Gebäudeteilen bieten den Schülerinnen und Schülern viele Möglichkeiten, die Pausen zu verbringen oder sich außerhalb des Unterrichts z.B. im Schulgarten zu betätigen oder auf den Schulhöfen Modellautos fahren zu lassen.
Der Gebäudekomplex - ein Entwurf des Architekten Bernhard Hermkes - ist klar gegliedert: Von einer Längsachse, die sich von der Eingangshalle über den Verwaltungstrakt und dann, sich dem Gefälle des Alstertals anpassend, um ein Stockwerk nach unten versetzt, bis zum Alstertal erstreckt, gehen rechts und links die Klassentrakte in ein- und zweigeschossiger Bauweise ab. Die Aula mit den darunter liegenden Musikräumen bildet zusammen mit den Zugängen und Foyers einen eigenständigen Komplex, der jedoch an das Hauptgebäude angebunden ist. Die naturwissenschaftlichen Fachräume sind im Pavillonstil errichtet und vom Hauptgebäude ebenso losgelöst wie die Turnhallen. Jeder Raum kann über entsprechend überdachte Gänge erreicht werden.
1.2.2 Schulgemeinschaft: Die Menschen in der Schule
Die Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern entscheiden sich für eine Schule weniger aus pragmatischen Gründen („nächstgelegenes Gymnasium“), sondern auch wegen der besonderen Schulatmosphäre, die sich im Umgang der Schülerinnen und Schüler untereinander und mit den Lehrkräften und nicht zuletzt im besonderen Engagement der Elternschaft zeigt.
Am Albert-Schweitzer-Gymnasium können sich die Schülerinnen und Schüler in den Pausen überall bewegen, treffen oder aus dem Wege gehen. Die von Elternengagement getragenen Einrichtungen wie die Cafeteria, die Schülerbücherei u.a.m. tragen erheblich dazu bei, dass sich Schülerinnen und Schüler gut aufgehoben fühlen. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Betreuung durch das Hausmeisterehepaar und das Sekretariat.
Am Albert-Schweitzer-Gymnasium arbeiten etwa 70 Lehrerinnen und Lehrer in den Jahrgängen 5 bis 13 und decken das Unterrichtsangebot eines Gymnasiums ab, in dem Englisch als erste Fremdsprache, Französisch oder Latein als zweite Fremdsprache ab Jahrgang 7 und schließlich Spanisch als dritte Fremdsprache ab Jahrgang 11 unterrichtet werden.
In einer großen Oberstufe (pro Jahrgang etwa 90 Schülerinnen und Schüler) besteht ein breites Angebot von Leistungskursen, auch im musischen Bereich. Bei der Organisation des Oberstufenangebotes steht die Erfüllung der Wünsche der Schülerinnen und Schüler im Vordergrund. Da die Musik seit Gründung der Schule und insbesondere seit der Einführung des Musikzuges im Jahre 1969 durchgehend für das Schulleben von besonderer Bedeutung war, wird sie auch in diesem Schulprogramm akzentuiert. Der musische Schwerpunkt zeigt sich im Besonderen in der Einrichtung von jeweils 2 „Musikklassen" in den Jahrgängen 5 bis 10 mit eigenen Klassenorchestern und darüber hinaus in jahrgangsübergreifenden Orchestern und Chören, die allen Schülerinnen und Schülern offen stehen. Die Teilnahme an den fortgeschrittenen Instrumentalgruppen ist an bestimmte Leistungskriterien gebunden.
Die Präsentationen in den künstlerischen Fächern aller Jahrgänge des Albert-Schweitzer-Gymnasiums sind Bestandteile des Schullebens. Sommerkonzerte, Weihnachtskonzerte, Studiokonzerte, Benefizveranstaltungen, Ausstellungen, große und kleine Theateraufführungen tragen bei Schülerinnen, Schülern, Eltern und im Lehrerkollegium zur Identifikation mit der Schule bei.
1.2.3 Albert Schweitzer: Der Name als Auftrag
Die Schule erhielt auf Initiative ihrer ersten Schulleiterin Erna Stahl bereits zu Lebzeiten Albert Schweitzers seinen Namen. Als herausragendes Ereignis in der Geschichte der Schule gilt der Besuch des Namensgebers im Jahre 1959, der diese außergewöhnliche Schule mit ihrem besonderen pädagogischen Konzept kennen lernen wollte.
Die regelmäßige Unterstützung des Deutschen Hilfsvereins für das Albert-Schweitzer-Hospital in Lambarene/Gabun hält die Verbindung zum Lebenswerk Albert Schweitzers aufrecht. Die Ethik von der „Ehrfurcht vor dem Leben" kann für die Schulgemeinschaft eine immer wieder neu zu reflektierende Herausforderung und Orientierung der pädagogischen Arbeit sein.
^1.3 Entwicklung des Schulprogramms seit 1997
Das Albert-Schweitzer-Gymnasium hat erstmals im Schuljahr 1996/1997 Schritte im Rahmen von Schulentwicklung unternommen. Auf einer Pädagogischen Ganztagskonferenz im Februar 1997 wurde einerseits eine Bilanzierung der Arbeitssituation in der Schule vorgenommen, andererseits wurden Ideen gesammelt, welche Veränderungen Verbesserungen versprachen. In den folgenden Konferenzen des Schuljahres wurde eine Agenda ausgearbeitet, die in wesentlichen Teilen in der Folgezeit umgesetzt wurde.
Zunächst wurde der Arbeitsbereich „Musik, Theater, Kunst“ eingehend in seiner Bedeutung beschrieben, die Rolle von Auftritten und Präsentationen besonders betont. - Schritte für eine unterrichtliche Stärkung der Themen Umwelt, Natur, Energie wurden skizziert, ein von allen Gruppen der Schule besetzter „Ökorat“ trat allerdings nicht zusammen. Wasser- und Energiesparprogramme wurden von der Hausverwaltung erfolgreich initiiert und vorbildhaft umgesetzt. - Die Ideen zum Bereich „Projektorientiertes Lernen“ haben sich durchgesetzt, seitdem werden jährlich im Januar Projekte für alle Altersstufen durchgeführt, bis dato waren diese fast ausschließlich der Oberstufe vorbehalten. - Aus Überlegungen zur Arbeit in der Mittelstufe entstand die Einrichtung des Klassenrats, der mittlerweile einen festen Ort im Schulalltag erhalten hat. Der anfängliche Wochenrhythmus hat sich zugunsten verlängerter Abstände verändert. - Weitere Beschlüsse betrafen die technischen Ausstattung der Schule: es wurden mehrere Medienräume eingerichtet, die den gezielten Einsatz von Fernseher, Video, Overheadprojektor und anderem unterstützen. Außerdem wurde ein Raum umgewidmet zum PC-Raum, finanziert wurde die Einrichtung mit Sondermitteln der Behörde und durch eine großzügigen Spende des Schulvereins. - Schließlich herrschte Einigkeit darüber, wie wichtig eine gut gelingende Verständigung ist zwischen Eltern und Lehrkräften, zwischen Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften und schließlich innerhalb des Lehrerkollegiums selbst.

Im Sommer des Jahres 1998 wurde entsprechend dem Auftrag des Schulgesetzes vom 16.04.1997 eine Arbeitsgruppe Schulprogramm aus der Schulkonferenz heraus eingerichtet. Sie erklärte sich als Koordinations- und Steuerungsgruppe zuständig für die Rahmenplanung der Erstellung des Schulprogramms. Seitdem tagt sie regelmäßig, offen für weitere Interessierte. Sie besteht durchgängig etwa aus zwei Elternvertretern, drei Lehrkräften und bis zu vier Schülern und Schülerinnen.
Im Jahr 1998 gab es dann drei aufwändige Fragebogenaktionen für alle Eltern der Schule, für alle Schülerinnen und Schüler und auch für das Lehrerkollegium am Albert-Schweitzer-Gymnasium. Damit sollten Themenbereiche für die schulische Arbeit aus den verschiedenen Blickwinkeln der Gruppen identifiziert werden. Die derart gewonnenen Ideen wurden in die Planung und Durchführung einer ganztägigen Konferenz der Schule einbezogen, die am 23. April 1999 stattfand (erstmals auch unter Beteiligung von Schüler- und Elternvertretung). In der Auswertung der Konferenz erarbeitete die Konzept- und Steuerungsgruppe dann eine Vorschlagsliste mit sieben Arbeitsbereichen, von denen drei für eine Behandlung im Schulprogramm auszuwählen waren. Nach vorausgegangenen Beratungen in Schülerrat, Elternrat und Lehrerkonferenz bestimmte die Schulkonferenz am 03. November 1999 nach einer intensiven Diskussion die folgenden zu Schulprogramm-Themen: Musik am Albert-Schweitzer-Gymnasium; Umsetzung der Medienerziehung; Berufsorientierung.
Direkt im Anschluss wurden drei Redaktionsarbeitsgruppen eingerichtet, die die inhaltliche Ausformulierung je eines Bereiches übernahmen. In der Zeit bis Mitte Februar 2000 traten diese wiederum aus Eltern, Lehrkräften und wenigen Schülerinnen und Schüler bestehenden Gruppen mit hohem Arbeitstempo wiederholt zusammen und legten schließlich ihre Ergebnisse vor. Diese wurden per Aushang der Schülerschaft und den Lehrkräften zugänglich gemacht, den Mitgliedern der Schulkonferenz anlässlich der Sitzung am 23. Februar 2000 für die dann anberaumte erste Aussprache auch schriftlich. Am 23. März 2000 wurde, wie schon am 15. Juni 1999, der aktuelle Stand der Programmerstellung der Schulaufsicht vorgestellt, dabei wurde zum weiteren Vorgehen beraten. Am 30. März 2000 debattierte die Lehrerkonferenz über die Vorlage, dabei wurden Änderungsvorschläge aus allen Gremien berücksichtigt. Kleine Redaktionsgruppen übernahmen die textuelle Überarbeitung zur Vorbereitung der weiteren Lehrerkonferenz am 19. April 2000, auf der eine abschließende Beratung vorgesehen war. Am gleichen Tage gab es eine Aussprache zum Stand der Vorlage im Elternrat, der Schülerrat befasste sich damit am 26. April 2000. Ebenfalls am 26. April 2000 wurde die Vorlage der Lehrerkonferenz in der Sitzung der Schulkonferenz behandelt.

Das Profil der Schule wird nun durch die Festlegungen in den Arbeitsbereichen Musik, Medienerziehung und Berufsorientierung in diesem Schulprogramm erweitert. Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und die Elternschaft werden diese Merkmale sicherlich ganz unterschiedlich wahrnehmen und gewichten. Dies sehen wir als Chance für unsere Schule, denn ein Profil ist etwas Lebendiges, das sich unterschiedlich zeigen und weiterentwickeln kann – und muss.
^1.4 Fortschreibung des Schulprogramms
Im Laufe des Schuljahres 2003/2004 wird eine kritische Bilanzierung der Umsetzung dieses Programms vorgenommen werden. Dabei werden die Rahmenbedingungen und Zielsetzungen erneut überprüft. Der gegenwärtig erarbeitete pädagogische Konsens wird in seiner Entwicklung neu überdacht.
^2 ARBEITSBEREICH MUSIK
^2.1Ausgangssituation
Das Albert-Schweitzer-Gymnasium strebt stets die Einrichtung von zwei Regelklassen und zwei Musikklassen im Jahrgang 5 an, um so eine sinnvolle Arbeit des Musikzuges und eine Ausgewogenheit der Schule zu gewährleisten. Die Regelklassen der Jahrgänge 5 bis 8 haben je zwei Wochenstunden Musikunterricht, ab Jahrgang 9 wählen die Schülerinnen und Schüler zwei der Fächer Musik, Kunst oder Darstellendes Spiel.
In den Musikklassen findet verstärkter Musikunterricht statt, die Arbeit im Klassenorchester hat einen hohen Stellenwert. Voraussetzung dafür ist das Erlernen eines Orchesterinstruments spätestens ab der 5. Klasse. Die Stundentafel für die Klassenstufen 5 und 6 sieht vier Wochenstunden Musik, dazu eine Stunde Chor, vor. Die höheren Klassenstufen 7 bis 10 haben drei Wochenstunden Musik, dazu zwei Stunden Stufenchor oder Stufenorchester.
Unsere Schülerinnen und Schüler der Regel- und der Musikklassen haben Freude an der Musik. Sie singen gern und weit über die Hälfte unserer Schülerschaft spielt ein Instrument. Die Schüler und Schülerinnen wirken gern bei musikalischen Darbietungen mit. Es besteht der Wunsch nach viel praktischer Musikausübung im Unterricht und nach einem breiten Spektrum des musikalischen Angebots für alle Schüler und Schülerinnen: Klassik, Popmusik verschiedener Stile, Jazz, Tanz, Musiktheater, Chöre, Orchester und Bands.
Die Beschäftigung mit Musik an unserer Schule beschränkt sich nicht nur auf das praktische Musizieren, sondern zielt auch auf ein vertieftes Verständnis musikalischer Werke und ihrer Rolle in der Geschichte.

Schließlich wissen wir aus vielfältiger Erfahrung, dass die gemeinsame Arbeit an Projekten, seien sie nun rein musikalischer oder fächerübergreifender Art, auch das Miteinander und das Gemeinschaftsgefühl fördert und große Zufriedenheit herstellt. Derartige Projekte sind daher ein fester Bestandteil unseres Schullebens.
Eine solche Arbeit mit Musik legt eine breite Basis für ein zunehmend selbstbestimmtes Leben - nicht nur in musikalischer Hinsicht.
^2.2 Zielangaben
  1. §Der schulinterne Lehrplan Musik gewährleistet, dass alle Schülerinnen und Schüler aus Regel- und Musikklassen in der Studienstufe gleichermaßen am Musikunterricht teilnehmen können.
  2. §Der Musikunterricht der Musikklassen wird stärker fächerübergreifend ausgerichtet.
  3. §Die Schule hat mindestens drei Chöre, vier klassische Orchester und eine Big Band. Alle Schülerinnen und Schüler können an einem Stufenchor und ab Klasse 7 an einem Stufen-orchester teilnehmen.
  4. §Das Albert-Schweitzer-Gymnasium unterstützt die Arbeit des Albert-Schweitzer-Jugend-Orchesters im Rahmen gemeinsamer Absprachen.
^2.3  Katalog konkreter Maßnahmen
2.3.1Musikalische Unterrichtsangebote für alle Klassen
Die musikalische Arbeit erstreckt sich am Albert-Schweitzer-Gymnasium über alle Klassen hinweg. Für die oben genannten klassenübergreifenden Gruppen stellt die Schule die Lehrerwochenstunden zur Verfügung.
  1. §In den 5. und 6. Klassen singen fast alle Schülerinnen und Schüler im Chor.
  2. §In der Projektwoche gibt es für eine Klassenstufe ein fächerübergreifendes Projekt, an dem die Musik entscheidend beteiligt ist.
  3. §Die Schule entwickelt außerdem musikalische Unterrichtsangebote, die für Schülerinnen und Schüler der Regel- und Musikklassen gleichermaßen attraktiv sind.
  4. §Die Schule bietet den Mitgliedern von Kammermusikgruppen und Schülerbands die Möglichkeit, in der Schule zu proben und aufzutreten.
2.3.2Präsentationsmöglichkeiten von Unterrichtsergebnissen
In einer allgemeinen Terminkonferenz am Anfang des Schuljahres verständigen sich die Fächer auf eine angemessene Zusammenarbeit bei den Veranstaltungen der Schule. Studiokonzerte werden dahingehend geöffnet, dass auch die Unterrichtsergebnisse anderer Fächer präsentiert werden können (u.a. Literatur, Fremdsprachen, Naturwissenschaften). Die Präsentation ist Teil des Unterrichts.
2.3.3 Verbindung des Musikzuges mit anderen Fächern
Im Musikzug wird das Fach Musik mit den anderen Unterrichtsfächern verbunden. Die Klassenkonferenz jeder Musikklasse beschließt in jedem Jahrgang eine fächerübergreifende Unterrichtseinheit für das Fach Musik und ein weiteres Fach, wobei möglichst viele Kombinationen im Laufe der Klassenstufen 5 bis 10 abgedeckt werden.
^2.4 Vorteile für die Beteiligten
Der schulinterne Lehrplan für das Fach Musik gewährleistet für Schüler und Schülerinnen der Musik- und Regelklassen, dass sie qualifiziert in der Studienstufe am Musikunterricht teilnehmen können. Die Eltern der Fünftklässler lassen somit bei der Wahl des Musik- oder Regelzweiges für ihr Kind alle Entwicklungs- und damit Wahlmöglichkeiten offen. Da die theoretischen Musikkurse der Sekundarstufe II sich jeweils an alle Schüler und Schülerinnen des Jahrgangs richten, ist wegen der großen Jahrgangsstufen gewährleistet, dass die Kurse von ausreichend vielen Schülern und Schülerinnen gewählt werden und damit durchgeführt werden können.

Unabhängig von der Wahl des Musikzuges haben alle Schülerinnen und Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums vielfältige Möglichkeiten, sich außerhalb der Klasse in übergeordneten Musikgruppen zu betätigen. So können sie ab Klassenstufe 5 im Chor singen und ab Klassenstufe 7 instrumental in einem Ensemble spielen. Sie erhalten damit eine zusätzliche praktische Ausbildung. Insbesondere in der Sekundarstufe I bietet das Spiel in einem übergeordneten Ensemble den Schülerinnen und Schülern sehr gute Motivation, ihr Instrument zu üben und letztlich dieses mit Freude zu erlernen.

Für die Schülerinnen und Schüler der Musikklassen bietet sich durch den verstärkten fachübergreifenden Ansatz die Möglichkeit, die enge Verknüpfung des Bereiches Musik mit anderen Disziplinen zu erkennen und zu verstehen. Zudem wird das Fach Musik damit noch stärker in den Fächerkanon der Schule eingebunden.

Gemeinsame Absprachen in der Planung zwischen Albert-Schweitzer-Jugendorchester (ASJ) und Albert-Schweitzer-Gymnasium gewährleisten die Berücksichtigung von Belastungszeiten durch das ASJ im hauseigenen Terminplan, so dass die Schule bei der Planung von Klausuren und anderen Prüfungen Rücksicht auf die im ASJ spielenden eigenen Schülerinnen und Schüler nimmt. Auch umgekehrt berücksichtigt das ASJ bei der Jahresplanung die Belastungszeiten in der Schule.
^2.5Benennung von Erfolgsparametern
Der Chor der 5. Klassen wird von 90% der Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs besucht. Der Chor der 6. bis 8. Klassen ist etwa 60 Kinder groß, davon sind etwa 50% aus den 6. Klassen.
Ein Mitglied der Fachkonferenz Musik führt mit weiteren Lehrkräften anderer Fächer ein Projekt durch, das für Schülerinnen und Schülern aller Klassen des Jahrgangs zugänglich ist.
In jedem Jahr gibt es einen Jahrgang, in dem eine Musik- und eine Regelklasse in der gleichen Unterrichtseinheit unterrichtet werden. Diese wird von jeweils 50% der Schülerinnen und Schüler als positiv zur Wiederholung weiter empfohlen.
Die Schule organisiert je zwei regelmäßige Probentermine pro Woche für Bands und Kammermusikgruppen, welche mehrheitlich aus Schülerinnen und Schülern des Albert-Schweitzer-Gymnasiums bestehen.

Bei zwei Studiokonzerten im Jahr lädt eine der beteiligten Musiklehrkräfte das Klassenkollegium der musizierenden Klasse zwei Monate vor dem Konzert ein, Unterrichtsergebnisse dort vorzustellen.

Alle zwölf fächerübergreifenden Projekte geben ihre Erfahrungen in einer Projektskizze weiter. Die Fachleitung Musik sammelt diese Berichte und stellt sie den Nachfolgegruppen zur Verfügung.
^2.6 Zeitrahmen der Maßnahme
Die Maßnahme erstreckt sich auf 3 Jahre.
^2.7Ressourcen und Verantwortlichkeiten
  1. §Die Fachkonferenz Musik ist für die Jahresplanung verantwortlich.
  2. §Die Bereitstellung der benötigten Lehrerstunden und Raumkapazitäten und der organisatorischen Rahmenbedingungen obliegt der Schulleitung in Zusammenarbeit mit der Fachkonferenz Musik.
^2.8 Instrumente und Verfahren zur Evaluation
Die Fachvertretung erstellt zum Ende des Schuljahres eine Übersicht über die nach 2.5 erreichten Schritte. Dieser wird auf der ersten Schulkonferenzsitzung des Folgejahres vorgestellt.
^3.ARBEITSBEREICH MEDIENERZIEHUNG
^3.1Ausgangssituation
Medienerziehung ist mehr als ein modernes Schlagwort, denn es lässt sich schnell zeigen, wie nötig eine schulische Orientierung in unserer Gesellschaft nicht nur zur Vorbereitung auf die Arbeitswelt ist.
Die Schule muss angesichts gerade der neuen Medien die jungen Menschen in die Lage versetzen, diese zu handhaben und sie für die eigenen Zwecke zu nutzen. Die Schule muss zudem einen bewussten, kritischen Umgang mit ihnen vermitteln.
Hierbei gilt es, zum einen der Nachfrage von Eltern und Schülerinnen und Schülern zu entsprechen. Zum anderen ist die inhaltliche und formale Auseinandersetzung mit Printmedien, elektronischen Medien und Multimedia-Anwendungen insgesamt durch die Vorgaben im Hamburger Schulgesetz, durch Lehr- und Bildungspläne als wichtiges Element eines zeitgemäßen Bildungsangebotes verankert.
Zu den Aufgaben von Medienerziehung gehört weiter eine Anleitung, die eigene Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit zu verbessern und zu lernen, die verschiedenen Möglichkeiten der Kommunikation sinnvoll zu nutzen.

Die Einbeziehung der neuen Medien in den allgemeinen Unterricht begann am Albert-Schweitzer-Gymnasium mit Verspätung: Während es an anderen Hamburger Schulen bereits die Computernutzung für ganze Klassen gab, konzentrierte sich die Arbeit am Computer am Albert-Schweitzer-Gymnasium seit 1984 auf eine enge Koppelung an das Fach Informatik. Eine grundlegende Veränderung trat im Sommer 1998 mit der Einrichtung von etwa 20 Computerarbeitsplätzen im Raum H14 ein; die dabei eingeführte Vernetzung schloss einen PC-Arbeitsplatzes im Lehrerzimmer ein.
Die inzwischen vorhandene Ausstattung der Schule erlaubt die Arbeit an den Rechnern sowohl mit ganzen Klassen, als auch die Aktivitäten einzelner Schülerinnen und Schüler, z.B. mit Recherche-Aufträgen.
Es sind also in den vergangenen Jahren die notwendigen Voraussetzungen dafür geschaffen worden, diesen Lernbereich nun als selbstverständliches Element in den allgemeinen Unterricht zu integrieren.
Als wichtige Unterstützung hat sich in diesem Zusammenhang die schulinterne Lehrerfortbildung durch Oberstufenschülerinnen und –schüler erwiesen, die es unter dem Arbeitstitel „teach your teacher“ seit März 1999 gibt.

Die Ausführungen zu den folgenden Punkten beschäftigen sich konsequenterweise vorrangig mit dem Einsatz des PCs, was keine inhaltliche Gewichtung bedeutet, sondern Ausdruck der aktuellen Entwicklung ist.
^3.2 Zielangaben
3.2.1 Allgemein
Durch die aktive Auseinandersetzung mit den „Neuen Medien“ sollen diese als Instrumente zum selbstorganisierten Lernen richtig eingeschätzt und nutzbar gemacht werden. Die Medienerziehung dient zudem der Förderung von Kommunikationsfähigkeit und sozialer Kompetenz.

Für die konkrete Umsetzung werden die folgenden Schwerpunkte ausgewählt:

    3.2.2.Routinierter Umgang mit den Medien Computer und Internet im Fachunterricht

Grundvoraussetzung für die Anwendung neuer Medien ist die Beherrschung der elementaren Techniken wie Bedienung der Maus, Benutzung von Menüs, Handhabung von Dateien etc.. Zentrales Anliegen ist dabei das Erlernen der Fertigkeit, mit neuen Benutzeroberflächen schnell zurechtzukommen. Für das Arbeiten im Internet ist zumindest die Anwendung der Browser-Software im World-Wide-Web zu beherrschen.
    3.2.3.Anwenden von allgemeiner Software sowie spezieller Lernsoftware z.B. auf CD-ROM

Die Anwendung z.B. von Bürosoftware muss als Mittel zum Zweck erkannt werden. Erfahrung mit unterschiedlicher Software gleichen Typs und deren vergleichende Beurteilung ist erwünscht und dient der angestrebten kritischen Auseinandersetzung mit den Medien.

    3.2.4.Aufbau von Orientierungswissen für die sichere Navigation im Internet und die kritische Auseinandersetzung mit den Medien und deren Inhalten.

Die „Neuen Medien“ bieten einen schnellen und vielfältigen Zugriff auf Informationen, aber auch mannigfaltige Möglichkeiten zur unkontrollierten und verfälschenden Darstellung von Inhalten. Hier muss das Problembewusstsein geweckt werden und es müssen Möglichkeiten zur Gewinnung von verlässlichen Informationen gezeigt werden. Die Gefahr der Manipulation des Benutzers durch die Informationsanbieter wird im Unterricht verdeutlicht. Auf der anderen Seite gilt es, die Informationen verantwortungsvoll zu verwenden, d.h. Beachtung von Urheberrechten, vollständiges Zitieren mit Quellenangaben und insgesamt respektvoller Umgang mit fremdem geistigen Eigentum.
^3.3Katalog konkreter Maßnahmen
3.3.1.Einsatz im Fachunterricht
Zentrales Element der Medienerziehung ist die Anwendung im Fachunterricht. Hierzu werden insgesamt ca. 20 Unterrichtsstunden pro Jahr und Klasse mit direktem Einsatz der Technik (d.h. im Medienraum) erteilt. Für jedes Fach beschließt die Fachkonferenz, welches Thema in welcher Klassenstufe bearbeitet werden soll. Um Kollisionen bei der Nutzung der Einrichtungen zu vermeiden, ist eine Koordination erforderlich. Anschließend wird die geeignete Umsetzung - auf die Fächer verteilt - in den Klassenkonferenzen festgelegt.
Die Tabelle im Anhang zeigt ein mögliches Schema. Sie ist noch, insbesondere durch die Fachkonferenzen und auch aufgrund entsprechender Erfahrungen, zu vervollständigen und fortzuschreiben. Dabei bieten sich auch fächerübergreifende Veranstal-tungen an.


3.3.2.Qualifikation der Lehrkräfte

Wichtig für den Erfolg der Maßnahme ist ein attraktives Angebot zur Lehrerfortbildung. Hierzu werden in geeigneter Weise Informationen über Fortbildungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt. In Frage kommen hier das Landesmedienzentrum, das Institut für Lehrerfortbildung, freie Organisationen und eigene Veranstaltungen nach dem Konzept „teach your teacher“. Jede Fachkonferenz beschäftigt sich mindestens einmal im Jahr schwerpunktmäßig mit dem Einsatz von Computern im jeweiligen Unterrichtsfach, eventuell mit Unterstützung durch Experten.
Darüber hinaus werden besonders in der Anfangsphase die Möglichkeiten der qualifizierten unterrichtlichen Begleitung durch einen erfahrenen Kollegen geschaffen.


    3.3.3.Grundqualifikation der Schülerinnen und Schüler

Die teilweise sehr unterschiedlichen Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler sind anzugleichen, z.B. durch die Bildung von „Tandems“, bei denen jeweils ein erfahrener Schüler mit einem wenig erfahrenen zusammenarbeitet. Der Fachunterricht wird dadurch zunehmend auf sichere Grundkenntnisse aller Schülerinnen und Schüler aufbauen können.


    3.3.4.Sicherstellung der Systemwartung und Systemadministration

Für den regelmäßigen Einsatz im Fachunterricht ist eine hohe Zuverlässigkeit des Computernetzwerks mit den zugehörigen Komponenten unabdingbar. Die jeweilige Fachlehrkraft muss sich darauf verlassen können, dass es nicht zu wesentlichen Störungen durch Netzausfälle oder durch ungeeignete Konfigurationen kommt. Zusätzlich zu notwendigen Arbeiten an der Systemerweiterung und der Systempflege ist auch eine Rufbereitschaft einzurichten. Die Unterstützung dafür kann z.B. von qualifizierten Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften oder Externen (z.B. Studenten und Eltern) kommen.


3.3.5.Nutzung spezifischer Präsentationstechniken

Für den effizienten Einsatz der neuen Medien sind neben der selbstständigen Arbeit der Schülerinnen und Schüler auch Formen des zentrierten Unterrichts sowie Präsentationen erforderlich. Die dafür notwendige technische Ausstattung, z.B. Großprojektoren (Beamer), Vernetzung und Steuerungssoftware, wird vorrangig beschafft.


    3.3.6.Einrichtung einer Schülerseite auf der Schul-Website

Um die praktische Anwendung außerhalb des Unterrichts zu fördern, wird vergleichbar mit der Schülerzeitung eine selbstverwaltete Schülerseite im Schul-Intranet (SWW) und bei Eignung auch auf der Schul-Website (WWW) eingerichtet werden.

^3.4 Vorteile für die Beteiligten
3.4.l

Die Schülerinnen und Schüler erlangen im Unterricht ein größeres Maß an Eigenverantwortung. Durch die Auseinandersetzung mit den „Neuen Medien“ ist eine Erhöhung der Arbeitsmotivation und –zufriedenheit zu erwarten. Mit zunehmender Sicherheit im Umgang mit den „Neuen Medien“ erleben die Schülerinnen und Schüler auch eine Zunahme ihrer Lernproduktivität. Sie können ihre Lehrerinnen und Lehrer in partnerschaftlichem Miteinander erleben.

3.4.2.

Auch für die Lehrkräfte des Albert-Schweitzer-Gymnasiums ergibt sich aus dem Programmpunkt Medienerziehung eine Reihe von Vorteilen. Der Wandel der Lehrerrolle vom Belehrenden zum Lernberater wird unterstützt, insgesamt die Teamentwicklung gefördert. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten für partnerschaftliche Unterrichtsformen und eine größere Akzeptanz der angebotenen Lerninhalte seitens der Schülerinnen und Schüler.

3.4.3

Für die Eltern stellt die Medienerziehung am Albert-Schweitzer-Gymnasium einen Hinweis darauf dar, dass ihre Kinder dort zeitgemäß unterrichtet und ausgebildet werden. Außerdem werden sie in Teilen in ihrer Verantwortung entlastet, ihre Kinder mit den neuen Techniken vertraut zu machen.

^3.5 Benennung von Erfolgsparametern

Für die Schuljahre von August 2000 bis Juli 2003 dienen als Maßstab für den Erfolg des Schulprogramms „Medienerziehung“ die folgenden Parameter:

AMindest-Belegung des Medienraums H14

  2000 : 30% 2001 : 40% 2002 : 50%
[jeweils bezogen auf 30 Wochenstunden Beleg- kapazität];

  1. Mindest-Versorgung von Klassen durch das Vorhaben

  2. 50% der Klassen arbeiten je mindestens 10 Stunden in der Lerngruppe im Raum H14;
  3. 50% der Klassen arbeiten je mindestens 15 Stunden in der Lerngruppe im Raum H14;
  4. 50% der Klassen arbeiten je mindestens 20 Stunden in der Lerngruppe im Raum H14;
[Die Zeitangaben umfassen die Summe der Aktivitäten in allen Unterrichtsfächern.]


^3.6 Zeitrahmen der Maßnahme
Die Maßnahme ist für einen Zeitraum von etwa drei Jahren mit jährlicher Evaluation geplant.
^3.7 Ressourcen und Verantwortlichkeiten
Die Umsetzung des Schulprogrammvorhabens soll über Absprachen in Fach- und Klassenkonferenzen und deren Verwirklichung gesichert werden. Die genannten Konferenzen koordinieren über die Jahrgänge, bzw. zwischen den Unterrichtsfächern. Sie können so eine gleichmäßige und lückenlose Versorgung aller Lerngruppen erreichen. Zur Dokumentation steht eine interne Website zur Verfügung.
Die Gesamtkoordination dieser Absprachen liegt in der Hand einer von der Lehrerkonferenz zu bestimmenden Person.

Für eine qualifizierte und qualifizierende unterrichtliche Begleitung sind Helfer nötig. Diese haben folgende Aufgaben: Beratung unerfahrener Unterrichtender; Unterstützung in den Unterrichtsstunden bei der Betreuung der Schülerinnen und Schüler.
Die technische Zuverlässigkeit des Unterrichtsnetzes und der übrigen Medien muss entsprechend sicher gestellt werden. Es bedarf einer Unterrichtsentlastung für die Wartung.
Die Schulkonferenz soll in Zusammenarbeit mit der Schulleitung auf eine Realisierung hinarbeiten.
^3.8 Instrumente und Verfahren zur Evaluation
Zur Veröffentlichung von Ergebnissen steht eine interne Website zur Verfügung. Dazu kann eine an einer Fragebogenform orientierte Kurzbeschreibung des Vorhabens mit einer Einschätzung des Erfolgs und Verbesserungsvorschlägen für weitere Aktivitäten dienen. Diese Kurzbeschreibung kann durch Auskünfte der beteiligten Schülerinnen und Schüler sowie durch Beispiele von Arbeitsergebnissen ergänzt werden. Die so entstehende Sammlung von Erfahrungswissen für den Medieneinsatz ist für alle Interessierten schnell verfügbar.
Eine Aufbereitung der gemachten Erfahrungen, einschließlich einer statistischen Verdichtung, wird der Schulkonferenz im jährlichen Turnus vorgestellt. Die Schulkonferenz berät über die Resultate und schreibt die bestehenden Erfolgsparameter (vgl. 3.5) geeignet fort.


  1. Anhang:Tabellarische Aufstellung für den Einsatz im Fachunterricht

Die Tabelle ist nach Vervollständigung als Vorschlag für die Fachkonferenzen zu verstehen. Verbindliche Angaben über im Fachunterricht einzusetzende Software sind nicht sinnvoll, da sich das Angebot laufend verändert.
Klasse Fach Themen Softwarevorschlag Bemerkungen
5 Musik Instrumentenkunde CD-ROM „Musical Instruments“ Besonders für selbständiges Lernen geeignet
5 oder 6 Erdkunde   CD-ROM Geographie  
6 oder 5 Deutsch   Einfache Textverarbeitung z.B. Erstellen von Klassenzeitungen
  Mathematik Geometrie    
  Mathematik Funktionen „Algebra Graph“  
  Mathematik Statistik    
Alle Klassen ab 6 Englisch E-Mail Freundschaften E-Mail Software „Eudora“ etc.  
  Sozialkunde Politik Wahlen „Kommstedt Wahlen“ Planspiel
  Sozialkunde Politik     Recherche und Materialsammlung im Internet zu einem aktuellen Thema
7 bis ? Musik Werkanalyse, Komposition MIDI Software wie „Logic“ oder „Cubase“ Experimentieren mit Kompositionselementen (besondere Hardware- voraussetzungen)
7 bis ? Französisch Grammatik Vokabular „Storywrite“;„Voxy“, „Grammy“,“Grammaire Interactive“ zu Decouvertes (Klett) Schreiben von Geschichten; Training
         
^4 ARBEITSBEREICH BERUFSORIENTIERUNG
^4.1 Vorbemerkung
  1. ist für Schulabgängerinnen und Schulabgänger mit Fachhochschulreife oder Abitur heute ungleich schwerer als früher eine Entscheidung über den weiteren beruflichen Werdegang zu treffen. Das ist sicher zum einen darin begründet, dass Kinder und Jugendliche weitgehend aus der Arbeitswelt der Erwachsenen verdrängt worden sind. Sie können den Erwachsenen heute nicht einfach über die Schulter gucken und so auf ganz selbstverständliche, natürliche Weise lernen, was Arbeit ist. Viele Eltern arbeiten heute in Zusammenhängen, die in ihrer Komplexität und Abstraktion nur schwer zu verstehen sind und die es darüber hinaus nur sehr selten erlauben, dass Kinder und Jugendliche ihre Eltern in diesen Arbeitszusammenhängen erleben. Das führt dazu, dass in ihren Köpfen nur ungenaue, rudimentäre Vorstellungen von Arbeit vorhanden sind, was ihre Unsicherheit vergrößert. Zum anderen haben sich aber auch die traditionellen Berufe und ihre Inhalte durch die neuen Technologien sehr stark verändert. Folglich sind auch die Anforderungen, Zugänge und Qualifikationen dieser Berufe heute andere als früher. Die alten Vorstellungen und Bilder stimmen nicht mehr. Viele Berufe sind ganz verschwunden und eine große Anzahl neuer hat sich im Laufe der Zeit herausgebildet. Über diese neuen Berufe ist wenig bekannt. Es fehlen konkrete Vorstellungen über die Aufgabengebiete, Tätigkeitsbereiche und Möglichkeiten.
Zudem kommt auf jede Schulabgängerin und jeden Schulabgänger heute eine kaum zu bewältigende Fülle an Informationen zu. Die unterschiedlichsten Ausbildungswege sind mit Fachhochschulreife oder Abitur möglich:
Berufsausbildung in Handwerk oder Handel mit oder ohne Studium, Fachhoch-/Hochschulstudien mit unterschiedlichsten Abschlüssen, technische und private Universitäten, öffentlicher Dienst z.B. Polizei, Verwaltung und Bundeswehr. Darüber hinaus gibt es die unterschiedlichsten Wege, die erwünschten Qualifikationen zu erreichen.
Für mehr Klarheit zu sorgen, mit Schülerinnen und Schülern zusammen Strategien und Mechanismen zu erarbeiten, die ihnen helfen die Informationsflut zu bewältigen, ist auch Aufgabe der Schule. Jede Schülerin, jeder Schüler erstellt im Laufe seiner Schulzeit eine Mappe, in der sie/er seine persönlichen Unterlagen zur Berufsorientierung sammelt.
^4.2 Ausgangssituation
Der augenblickliche Stand der Berufsorientierung am Albert-Schweitzer-Gymnasium

  1. ·Die Schülerinnen und Schüler der 10.Klassen führen unter ihrer Klassenleitung ein dreiwöchiges Betriebspraktikum durch. Sie suchen sich in der 9. Klasse selbst ihren Praktikumsplatz. Dabei helfen Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge darüber, Eltern, Freunde der Familien, Lehrerinnen und Lehrer. Betreut wird das Praktikum durch die Klassenleitung. Sie besucht die Schülerinnen und Schüler an ihrem Praktikumsplatz im Verlaufe der drei Wochen und bringt vor Ort in Erfahrung, wie sie sich im Betrieb einsetzen. Die Schülerinnen und Schüler erstellen einen Praktikumsbericht, der bewertet wird.
  2. Für die Vorstufe organisiert die Schullaufbahnberatung ein berufsorientierendes Projekt. Um die Interessenlage der Schülerinnen und Schüler zu erkunden, führt sie zunächst eine Umfrage durch, bei der die Schüler und Schülerinnen aus einem Berufskatalog sie interessierende Berufe auswählen. Nach diesen Wünschen organisiert die Schullaufbahnberatung eine Woche der Berufsorientierung, bei der Berufsvertreter in der Schule oder in ihren Betrieben über ihre berufliche Arbeit sowie den Ausbildungsgang des betreffenden Berufes informieren. Außerdem gehört zu dem berufsorientierenden Projekt ein Bewerberseminar sowie eine allgemeine Information über Möglichkeiten der Berufsorientierung, über Wehr- und Zivildienst, ZVS-Verfahren u.ä. durch das Arbeitsamt Hamburg.
  3. Im 3.Semester können die Schülerinnen und Schüler das Schnupperstudium an der Universität, Fachhochschulen oder anderen kleineren Instituten besuchen. Damit wenig Unterricht ausfällt, legt das Albert-Schweitzer-Gymnasium seit Jahren den Elternsprechtag möglichst auf diesen Termin. Auch Schülerinnen und Schüler des 1.Semesters werden auf Antrag zum Besuch dieser Informationsveranstaltung beurlaubt.
^4.3 Zielangaben
  1. Kennenlernen der Arbeitswelt und Auseinandersetzung mit der Arbeitswelt;
  2. Einordnung in vorhandene Betriebsstrukturen;
-Überblick über die verschiedenen Berufsfelder
und unterschiedlichen Abschlüsse;
-Klärung der gegenseitigen Erwartungen
(Betrieb/ Praktikantin und Praktikant);
-Kennenlernen der verschiedenen Ausbildungswege;
  1. Hilfe bei der Einschätzung der eigenen Fähigkeiten;
-Orientierungshilfe bei der Berufsfindung.
^4.4 Katalog konkreter Maßnahmen
Klasse 8 2.Hälfte des Schuljahres (etwa ab Mai, Juni) Suche eines Betriebspraktikumsplatzes durch die Schülerinnen und Schüler, betreut durch die Klassenleitung. Im Deutschunterricht wird die Formulierung von Bewerbungsschreiben und die Anfertigung eines Lebenslaufes vermittelt. Weiterhin findet ein eintägiges Seminar zur Einübung von Bewerbungen statt, ausgerichtet durch geeignete externe Anbieter.
Klasse 9 1 Wochenstunde Sozialkunde-unterricht Der Sozialkundeunterricht dient unter anderem zur Vorbereitung auf das Betriebspraktikum. Behandlung z.B. folgender Themen: (möglich in Klasse 9 oder Klasse 10) Lehre oder Schule? Berufswahl – Motive, Bedingungen, Hilfen; Jugendarbeitslosigkeit; Wandel auf dem Arbeitsmarkt; Mädchen und Jungen in Ausbildung und Beruf; Kinder, Haushalt und Karriere? Frauen und Männer in Beruf und Familie; Betriebs- und Unternehmensformen; Ziele des Praktikums in der Sekunarstufe I; Erarbeiten der inhaltlichen Anforderungen an den Betriebspraktikumsbericht; Die Erwartungen an den Bericht, die unterschiedlichen Möglichkeiten der Präsentation des Materials und die Einarbeitung der Erfahrungen aus den Betrieben sollen in Absprache mit der betreuenden Lehrkraft erarbeitet werden.
Klasse 10 Herbst (3 Wochen) 2 Wochenstunden Sozialkunde- unterricht 3 Wochen Betriebspraktikum, betreut durch die Klassenleitung und/oder die Sozialkundelehrkraft. Anzustreben ist eine Beurteilung der Praktikantin oder des Praktikanten durch den Arbeitgeber in Form eines Berichtes oder eines Gespräches . Anfertigung eines Praktikumsberichtes – Auswertung im Deutsch- und Sozialkundeunterricht, Bewertung in einem der beiden Fächer. Sozialkundeunterricht mit Themen wie z.B.: (möglich in Klasse 10 oder Klasse 9) Geschichte der Wirtschaftstheorien; Rückblick in die deutsche Nachkriegsgeschichte; Soziale Marktwirtschaft; Mitbestimmung der Arbeitnehmer; Tarifparteien; Streik – Aussperrung; Arbeitslosigkeit;

Vorstufe (5 Tage) Berufsorientierung I: Einführung in Berufsfelder (Arbeitswelt) Vorbereitung auf das Betriebspraktikum im S 1, Besuch im BIZ Einzelvorstellungen von Berufen durch Eltern und/oder Referenten (wenn möglich, an dem jeweiligen Arbeitsplatz), Sprechstunden zur Einzelberatung durch das Arbeitsamt oder Lehrkräfte Betriebsbesichtigungen: die Schule organisiert in etwa 5 Hamburger Grossbetrieben Besichtigungstermine (z. B. Norddeutsche Affinerie, Beiersdorf, Holstenbrauerei, Lufthansa, Blohm + Voss, HHLA, NDR...) Praktikumsbörse Die Schule gibt Bewerbungsadressen interessierter Firmen an die Schülerinnen und Schüler weiter. Ein besonderer Schwerpunkt soll dabei auf die Musikbranche gesetzt werden.(z. B. Instrumentenbauer, Musikverlage, NDR, Staatsoper, Deutsche Grammophon, Toningenieure...)
1.Semester (Herbst) (5 Tage) 2 Wochen berufsorientierendes Betriebspraktikum, Betreuung durch die Schullaufbahnberatung als dem verantwortlichen Ansprechpartner. Zur Auswertung und Reflexion des Betriebspraktikums erfolgt eine individuelle Beratung auf Wunsch der Schülerin oder des Schülers durch die Schullaufbahnberatung (u.a. mit Hilfe eines Fragebogens - siehe Anhang - , der sowohl von der direkten Betriebsbetreuung als auch von den Schülerinnen und Schülern ausgefüllt werden soll). Berufsorientierung II Die Verantwortung für die Organisation liegt bei der Oberstufenkoordination und Schullaufbahnberatung: - Überblick über traditionelle Studiengänge und Alternativen; Eignungstests (GEVA, Arbeitsamt); Studienbedingungen konkret (2 Tage Begleitung von Studentinnen und Studenten); Training für Bewerbungsgespräche; Auswertung/ Erfahrungsaustausch; Stipendien- und Auslandsstudienberatung durch geeignete Referenten
3.Semester November (2 Tage) Schnupperstudium, organisiert von der Universität Hamburg und den Fachhochschulen, die Schule macht die Vorinformation.

Den Schülerinnen und Schülern steht ein Archiv mit Materialien zu Berufsbildern und Ausbildungsgängen zur Verfügung.
^4.5Vorteile für die Beteiligten
  1. Vorteile für die Schülerinnen und Schüler:
  2. Berufsorientierung am Albert-Schweitzer-Gymnasium gibt den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die unterschiedlichen beruflichen Möglichkeiten und die dafür notwendigen Qualifikationen. Sie leistet Hilfestellung bei der Konkretisierung der beruflichen Wünsche, Vorstellungen und Neigung.
  3. Vorteile für die Lehrerinnen und Lehrer:
  4. Die Berufsorientierung ermöglicht den Lehrerinnen und Lehrern einen aktuellen Bezug zur Berufswelt. Gespräche mit potenziellen Arbeitgebern der Schülerinnen und Schüler und die Auseinandersetzung mit deren Erwartungen sind für die Reflexion der eigenen pädagogischen Arbeit wichtig.
  5. Vorteile für die Eltern:
  6. Die Eltern werden durch die am Albert-Schweitzer-Gymnasium stattfindenden Maßnahmen zur Berufsorientierung bei der Beratung über den späteren beruflichen Werdegang ihrer Kinder unterstützt.
^4.6Benennung von Erfolgsparametern
Der Erfolg der berufsorientierenden Maßnahmen soll mit Hilfe von Fragebögen (siehe Anhang) überprüft werden. Die Befragungen werden jährlich in jeder Stufe von der Schullaufbahnberatung durchgeführt. Die Maßnahmen zur Berufsorientierung werden als Erfolg gewertet, wenn 50 % der Schülerinnen und Schüler angeben, dass mindestens vier der oben genannten Zielangaben erreicht worden sind.
^4.7 Zeitrahmen der Maßnahme
Aussagen zum Zeitrahmen finden sich in der Vorbemerkung.
^4.8Ressourcen und Verantwortlichkeiten
Verantwortlich für die Durchführung der berufsorientierenden Maßnahmen soll die Schullaufbahnberatung in Zusammenarbeit mit der Schulleitung und der Mittelstufen- und der Oberstufenkoordination sein.
^4.9Instrumente und Verfahren zur Evaluation
Vorschläge für Fragebögen befinden sich im Anhang.

SK 30.11.2000 Lö 01.12.2000 Lö_V_C:\org\SchulProg\001130-Beschluss.doc

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