Stand 30.01.2026
Gegen Ende des ersten Halbjahres beschäftigte sich der Kunstkurs der Klasse 7b bei Herrn Müller mit dem Verstehen und Sammeln von kulturellen Gegenständen, die nicht aus der europäischen Kunstgeschichte stammen. Im Unterricht wurde darüber gesprochen, warum etwa das Museum am Rothenbaum – Kunst und Kulturen der Welt (MARKK) nicht mehr den problematischen Namen „Museum für Völkerkunde“ trägt – und was dies beispielsweise mit dem deutschen Kolonialismus oder der sogenannten Völkerschau zu tun hat. Auch ging es um die praktische Frage, wie man überhaupt seine eigene Kultur ausstellen könnte. Zum Abschluss besuchte die Klasse die Dauerausstellung „Masken der Südsee“ im MARKK.
Das Museum zeigt eine Auswahl von Masken, Tanzgeräten und Ahnenfiguren aus Neuguinea, dem Bismarck-Archipel und benachbarten Inselstaaten und bietet Einblicke in die religiösen Vorstellungen und sozialen Beziehungen der Gesellschaften, die diese komplexen Artefakte hergestellt haben. Die Ethnologin Sibylle Bodmann führte die Schülerinnen und Schüler mit spannenden Erklärungen und Details durch die Ausstellung. Bei den begeisterten Schülerinnen und Schülern kamen viele Fragen auf, wobei die geheimnisvolle Inszenierung der Objekte mittlerweile vom Museum selbst kritisch hinterfragt wird

Ich fand es interessant, dass die Masken ohne zu fragen, einfach mitgenommen wurden, und so die Stämme bestohlen wurden. Und das nur, weil die Kolonialherren dachten, dass sie jemand besseres wären. Ich fand es auch interessant, dass die Stämme auf Papua Neuguinea sich viele Gedanken darüber gemacht haben, was nach dem Tod geschieht – und dass sie so viel Zeit und Mühe dafür aufgebracht haben, Masken herzustellen. Auch spannend war, dass es damals wichtig war, in der Stammesrangfolge möglichst hoch zu kommen (je mehr besondere Federn, desto besser). – Emil , 7b


