Am ASG kommen viele unterschiedliche Lebenswege, Perspektiven und Erfahrungen zusammen. Genau daraus ziehen wir unsere Stärke. Unsere Schülerinnen und Schüler, ihre Familien und das Kollegium bilden eine Gemeinschaft, in der jede und jeder gleichermaßen willkommen ist – unabhängig von Herkunft, sozialem Hintergrund, Lebensweise oder Interessen. Damit das im Alltag gelingt, setzen wir uns bewusst mit allen Formen von Diskriminierung auseinander. Dazu gehört auch Klassismus, der oft leise wirkt, aber echte Barrieren schaffen kann.

 

Unsere Schulgemeinschaft ist bunt: musikalisch geprägt durch starke Ensembles und Chöre, neugierig und forschend unterwegs im MINT-Bereich, offen für neue Impulse aus Kultur, Wissenschaft und Stadtleben. Unsere Vielfalt zeigt sich im Unterricht, in Projekten und im Miteinander auf den Fluren – und genau sie macht demokratisches Lernen greifbar. Denn Demokratie entsteht dort, wo Menschen einander zuhören, Unterschiede respektieren und gemeinsam Lösungen finden.

 

Albert Schweitzers Haltung, Verantwortung füreinander zu übernehmen und die Würde jedes Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, begleitet uns dabei. Sie erinnert uns daran, dass Demokratie kein abstrakter Begriff ist, sondern im täglichen Handeln sichtbar wird: indem wir Minderheiten stärken, Benachteiligungen entgegenwirken und für ein offenes Schulklima einstehen.

 

So gestalten wir eine Schule, in der Vielfalt selbstverständlich dazugehört – und in der wir gemeinsam die Grundlagen für eine starke, zukunftsfähige Demokratie legen.

Warum hängt in der Eingangshalle des Albert-Schweitzer-Gymnasiums eine Regenbogenflagge?

 

 

 

 

Wer das Albert-Schweitzer-Gymnasium betritt, sieht in der Eingangshalle die Intersex-Inclusive-Pride-Flag, im Folgenden verkürzt als Regenbogenflagge bezeichnet. Diese Sichtbarkeit mag bei manchen Mitgliedern der Schulgemeinschaft Fragen aufwerfen – insbesondere danach, ob damit ein politisches oder ideologisches Anliegen verbunden ist. Gern erläutern wir, warum die Flagge dort hängt und wofür sie an unserer Schule steht. 

 

 

Unser Selbstverständnis

Das Albert-Schweitzer-Gymnasium versteht sich als politisch neutraler Lernort im Sinne des Beutelsbacher Konsenses: Wir überwältigen nicht, wir indoktrinieren nicht, und wir eröffnen Räume zur eigenen Urteilsbildung. Gleichzeitig übernehmen wir Verantwortung für ein Schulklima, in dem Ausgrenzung keinen Platz haben darf.

Die Regenbogenflagge in unserer Eingangshalle ist Ausdruck dieses Selbstverständnisses. Sie heißt alle willkommen – ohne Erwartungen, ohne Zuschreibungen und ohne ideologische Vorgaben. Sie steht für Respekt, für Menschenwürde und für eine Schule, die Vielfalt als Stärke begreift.

 

 

Vielfalt leben – Demokratie gestalten

Das Albert-Schweitzer-Gymnasium arbeitet derzeit intensiv am schulischen Entwicklungsprozess „Vielfalt leben – Demokratie gestalten“. Ziel ist es, eine Lern- und Lebensumgebung zu fördern, in der alle Mitglieder der Schulgemeinschaft – Schüler*innen, Lehrkräfte, Eltern sowie weiteres Personal – respektiert werden und sich sicher fühlen können.

Die Regenbogenflagge ist ein sichtbares Zeichen für diesen gemeinsamen Weg. Sie signalisiert: Unterschiedlichkeit gehört zu unserer Schule, und jede Person ist hier willkommen.

 

 

Die Regenbogenflagge steht für … 

  1. Schutz und Orientierung:
    Für Kinder und Jugendliche, die sich ausgegrenzt fühlen oder Angst vor Diskriminierung haben, sendet die Flagge das Signal: Du bist hier sicher, du wirst respektiert.
  2. Stärkung der Persönlichkeit:
    Jedes Kind soll in seiner gegebenen Persönlichkeit ernst genommen und gestärkt werden – unabhängig von Herkunft, familiärem Hintergrund, Religion, Geschlecht oder anderen persönlichen Merkmalen. Dies schließt ausdrücklich auch Kinder ein, die sich selbst nie mit Fragen geschlechtlicher oder sexueller Vielfalt beschäftigen müssen oder wollen.
  3. Demokratische Bildung:
    Schule hat den Auftrag, junge Menschen zu befähigen, eigenständig zu denken, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und respektvoll mit Vielfalt umzugehen. Sichtbare Zeichen von Wertschätzung sind Teil dieser demokratischen Lernkultur – keine politische Steuerung.

 

Verankerung im Hamburger Bildungsauftrag

Unser Vorgehen ist kein Sonderweg, sondern fest im Hamburger Bildungsverständnis verankert. Die Präambel der Hamburger Bildungspläne betont ausdrücklich inklusive Bildung und Erziehung sowie einen Unterricht, der die Individualität aller Lernenden berücksichtigt. Schule soll demnach ein Ort sein, an dem Verschiedenheit als Normalität anerkannt wird und niemand aufgrund persönlicher Merkmale benachteiligt wird. Auch der Hamburger Aktionsplan „Hamburg l(i)ebt vielfältig“ unterstreicht den staatlichen Auftrag, Akzeptanz gegenüber geschlechtlicher und sexueller Vielfalt zu fördern und Diskriminierung aktiv entgegenzuwirken.

Hast du weitere Fragen, Anliegen oder Ideen zum Thema Vielfalt?

An unserer Schule engagieren sich Tino Tolk, Philipp Rothermel und Hartwig Dohrke in den Bereichen Vielfalt, Demokratiebildung und Prävention.

Ihr könnt sie jederzeit ansprechen oder per Email erreichen. Sie stehen euch vertraulich zur Seite und freuen sich über jede Form von Austausch, Rückmeldung oder Unterstützung.

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