Große Freude am ASG: Die Klasse 5e wurde für ihr Kunstprojekt „Komisch-kritisches Müllblütenherbarium“ zum diesjährigen Wettbewerbsthema „Kunst und Natur“ mit dem ersten Preis des Thomas-Sello-Preises ausgezeichnet.

 

 

Bei der feierlichen Preisverleihung in der Hamburger Kunsthalle durfte die Klasse ihre Arbeit vor einem großen Publikum aus Schüler*innen, Familien, Lehrkräften und Kunstinteressierten präsentieren und sich über eine Urkunde sowie ein Preisgeld von 1.000 Euro für die Klassenkasse freuen.

 

Und so ging es los

 

 

Inspiriert durch den Besuch der Ausstellung und einen Workshop in der Malschule der Kunsthalle setzte sich die Klasse zunächst mit den Werken der Künstlerin Edith Dekyndt auseinander. Besonders ein „Rost-Bild“ hinterließ einen bleibenden Eindruck und regte die Schüler*innen zu vielen Fragen an.

Könnten auch natürliche Vorgänge für eigene Kunstwerke genutzt werden? Lassen sich natürliche und künstliche Materialien miteinander verbinden? Und wie kann Kunst auf Verschmutzung und unseren Umgang mit der Umwelt aufmerksam machen?

 

 

Schnell wurden Bleistifte und Papier gegen Handschuhe und Eimer eingetauscht, um auf dem Schulhof und im Alstertal auf Materialsuche zu gehen. Gefunden wurden unzählige bunte Papierchen, glänzende Plastikverpackungen, Verlorenes, Liegengebliebenes und Weggeworfenes, erschreckend und inspirierend zugleich.

 

 

In Teams experimentierten die Schüler*innen mit den Fundstücken. Aus Plastikresten entstanden erste „Müllblüten“ als Legebilder und dreidimensionale Objekte. Ein erster Versuch, den Fremdkörper Müll zu einem Teil der Natur zu machen.

 

 

Verbunden mit der Hoffnung, dass solche Funde künftig immer seltener werden, entwickelte sich schließlich die Idee eines komisch-kritischen Müllblüten-Herbariums.

 

Mit Müll, Linolfarbe, Walzen und viel Kreativität entstand eine Sammlung fantasievoller Pflanzenabdrücke mit wissenschaftlich klingenden Namen wie „Flatterbandus Gabelus var. ligneus“ oder „Müllinius Blütilius Ahmadinius“, die oft noch den Ursprung des Abdrucks erkennen lassen. Die erfundenen Arten erhielten eigene Beschreibungen. Manche leben „im Mülleimer“, andere kommen „häufig vor Kiosken und Baustellen vor“. Einige brauchen „große Flächen, die mit Absperrband gesichert sind“, andere besitzen die besondere Eigenschaft, „nie auszusterben“.

 

 

Mit Humor und Fantasie verbindet das Herbarium so eine kritische Botschaft über unsere Umwelt.

 

Dass der Thomas-Sello-Preis nun bereits zum zweiten Mal in Folge an das Albert-Schweitzer-Gymnasium geht, ist eine besondere Auszeichnung und zeigt, mit wie viel Kreativität, Engagement und Teamgeist unsere Schüler*innen im Kunstunterricht arbeiten.

 

Herzlichen Glückwunsch an die 5e und ihre Kunstlehrerin!