Als Erasmus-Schule eröffnet das ASG seinen Schüler*innen vielfältige Möglichkeiten, internationale Erfahrungen zu sammeln. Wie bereichernd ein solcher Austausch sein kann, zeigt der folgende persönliche Bericht von Amelie über einen Aufenthalt auf der tropischen Insel La Réunion – ermöglicht durch eine unserer Erasmus-Partnerschaften.

Meine Zeit auf der Südhalbkugel
Mein Aufenthalt auf der tropischen Insel La Réunion war mit Abstand eins der unglaublichsten
Erfahrungen, die ich bis jetzt gemacht habe und die Zeit wird mich für immer prägen. Die
unfassbar freundlichen Menschen, die faszinierende Kultur und die atemberaubende wilde Natur
machen diesen Ort so besonders.
Gelegen im indischen Ozean, östlich von Madagascar, gehört dieses Übersee-Département
zum Archipel der Maskarenen mit der Nachbarinsel Mauritius und Rodrigues.
Weiße und schwarze Strände säumen die Küstenlandschaft der westlichen Seite der Insel
während die Ostküste von schroffen Steinstränden geprägt ist
. 
Ich habe an der Westküste bei meiner unglaublich lieben Gastfamilie gelebt in der Gemeinde Colimaçons, in der Nähe von der
Küstenstadt St Leu. Jeden morgen bin ich aufgewacht und habe beinahe immer lokale Ananas zum
Frühstück gehabt mit Blick aufs aquamarine Meer.
Schon an meinem ersten Tag (bin um 8 Uhr gelandet) sind wir los und haben den Ort St Leu
besucht! St Leu ist bekannt für die Surferszene, Schildkrötenstation Kélonia (super sehenswert)
und Paragliding, welches unglaublich war. Ich bin im tandem von dem Abflugplatz losgelaufen
und dann flogen wir den Berg hinunter über die botanischen Gärten und Häuser bis übers Meer.
Die botanischen Gärten, Mascarin Jardin Botanique und Le Jadin Naturel, von oben waren beinahe
so schön wie sie von unten zu sehen.
Meine Gastfamilie und ich haben ein Wochenende in dem kleinen Dorf Cilaos, inmitten der
dramatischen Bergen, verbracht, wo wir wandern waren und brillante Wasserfälle sahen. Davor
sind wir auch entlang des berühmten aktiven Vulkan Piton de la Fournaisse gewandert. Neben
den sattgrünen Bergen, sind auch die diversen Strände fabelhaft. Mein Lieblingsstrand war Plage
de l’Hermitage mit seinen weißen Sandstränden und dem kristallklaren Wasser, wo man
besonders gut in den Lagunen schnorcheln konnte und Unmengen an bunten Fischen sehen
konnte, auch ein Oktopus ist mir überraschenderweise über den Weg geschwommen.
Eine Sache, die für mich als Austauschschülerin sehr vorteilhaft war, ist das ich wirklich mein
Französisch verbessern konnte, da alle hauptsächlich französisch und die lokale Sprache Kreol
sprachen. Niemand hat mir auf Englisch geantwortet, obwohl die merken mussten, dass ich nicht
Muttersprachlerin bin.
Nach gut zweieinhalb Wochen nach meiner Ankunft, hat die Schule auf La Réunion wieder
angefangen und ich habe meine Austauschpartnerin in ihre Schule begleitet. Sie lag in dem Ort
Stella und wir sind jeden Tag mit dem Schulbus dorthin gefahren. Die Schule dort fängt schon um
7:30 Uhr an und geht meist bis 17 Uhr, doch das ist auch abhängig von den Kursen, die man belegt.
Ich habe die Kurse Englische Literatur, Geschichte, Geographie und Politikwissenschaft als
Hauptfächer gewählt. Der Unterricht ist relativ anders zum deutschen, da deutlich mehr
Frontalunterricht ist, aber das ist nicht in allen Fächern der Fall. Ich war auch in dem Deutschkurs,
der etwas kleiner war, und dort wurden die Schüler viel mehr eingebunden durch. Alle Schüler
und Lehrer waren super nett und hilfsbereit und es war nicht schwer sich mit den Menschen dort
zu verständigen.
Insgesamt war mein Aufenthalt eine überaus wertvolle Erfahrung und ich habe Freundschaften
fürs Leben geknüpft. Ich kann es allen nur ans Herz legen, die in eine neue Kultur eintauchen
möchten und eure Sprachkenntnisse verbessern wollt und dabei im Paradies zu leben.