15 Schüler:innen (Klasse 8 – S2) und zwei Lehrerinnen (Frau Arhelger und Frau Scheffner) haben die Buchmesse besucht, eine Kriminacht im Landgericht und einen Poetry Slam im Leipziger Schauspiel erlebt. Des Weiteren haben wir den Thomanerchor und Mitglieder des Gewandhausorchesters in der Thomaskirche gehört und einzelne Schüler:innen haben die Ausstellungen in der Leipziger Baumwollspinnerei besucht. Übernachtet haben wir im Tagungshaus Wurzen – einem Zentrum für Demokratieentwicklung. 

 

 

 

Da rund um die Buchmesse die meisten Unterkünfte direkt in Leipzig größtenteils ausgebucht waren, oder anderweitig außerhalb unseres Budgets lagen, haben wir die Nächte kurz außerhalb von Leipzig verbracht.

 

 

Das Tagungs- und Seminarhaus des Netzwerks für demokratische Kultur in Wurzen kam als überraschender Glücksgriff für unsere Gruppe! Nicht nur die Zuganbindung nach Leipzig und zur Messe war gut zu erreichen und regelmäßig, sondern auch im Seminarhaus an sich hat es uns an nichts gefehlt. Frisch renoviert, sauber und mit netter und zuvorkommender Betreuung seitens der Unterkunft hat uns der Aufenthalt rundum glücklich zurückgelassen. 

 

Unser Aufenthalt in Leipzig starteten täglich mit einem bunten Frühstück. Der Speiseraum war bestens mit Utensilien und Geschirr ausgestattet und bot einen schönen Platz für jeden. Unser letztes Frühstück war das schönste, vollständig mit Kuchen zum Geburtstag unserer Lehrerin Frau Arhelger – eine tolle abschließende Mahlzeit!

 

Als wir am ersten Abend nach einer langen Zugfahrt schlussendlich in Leipzig ankamen, stand direkt der erste Programmpunkt an: ein Poetry Slam! Er wurde von vier unterschiedlichen Autor*innen geführt, die Passagen aus ihren frisch veröffentlichten Büchern vorgetragen haben. Der erste zum Beispiel, Ole Lucoje, erzählte humorvoll von seinem Alltagsleben in Berlin. Andere trugen Textstellen über die Kunst und wie wir sie betrachten, die Freuden des Wanderns und auch über eine Katze namens Mutti vor. 

Alles in allem war es ein schöner Abend mit interessanten und lustigen Beiträgen, die uns alle zum Lachen, aber auch zum Nachdenken brachten.   

       

        

 

Den Freitag haben wir auf der Buchmesse verbracht. Wir sind als Gruppe angekommen und haben uns nach einer gemeinsamen Aktion getrennt. Zu dritt haben wir dann erstmal das riesige Messegelände erkundet und uns nach Aktivitäten umgeschaut. Die Wege waren sehr kompliziert, da es fünf Hallen gab, die alle gleich aussahen, deshalb haben wir uns sogar einmal verloren, konnten uns aber relativ schnell wiederfinden. Es gab auch kreative Workshops, zum Beispiel einen, wo man aus alten Fahrradschläuchen neue Sachen basteln konnte, wie Ohrringe oder Schlüsselanhänger. Viele Verlage hatten auch Aufsteller mit Büchern, die wir durchstöbert haben, außerdem haben wir uns eine Lesung von Sebastian Fitzek angeschaut, sowie unterschiedliche Interviews mit Autor*innen.

 

Ein weiteres Highlight auf der Buchmesse war auf jeden Fall die internationale Ecke, über vierzig Länder repräsentiert durch Literatur. Von der Slowakei über Frankreich bis zu den Philippinen war alles dabei und überall waren wunderschöne Dekorationen, inspiriert von der jeweiligen Kultur.

 

Besonders gefallen haben uns der koreanische und der ukrainische Stand.

 

Dort gab es auch noch viele Lesungen, allerdings so voll mit Interessierten, dass Zuhören quasi unmöglich war. Es war sehr schön zu sehen, wie vielfältig Literatur doch ist und es hat uns gezeigt, dass Lesen Menschen von überall auf der Welt zusammen bringt.

 

Geehrt wurde auch wie immer ein Autor mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung, dieses Jahr der kroatisch-bosnische Autor Miljenko Jergović, dessen Buch man auch gleich neben an am Hugendubel Stand kaufen konnte.

 

Am Freitag waren wir gemeinsam bei einer Lesung im Leipziger Landgericht. Vier verschieden Krimiautorinnen und Autoren haben dort ihre Buchausschnitte präsentiert. Das Programm ging von True Crime bis hin zu historischen Kriminalromanen. Vorgelesen haben Autoren und Autorinnen wie zum Beispiel Anne Stern mit ihrem Roman „Lou und König“ oder auch Alexander Rumpflin mit seinem ersten Buch „Protokoll eines Verschwindens“. Das abwechslungsreiche Programm hat diesen Abend besonders spannend gemacht.

 

Am Samstag konnten wir wählen zwischen einem Atelierbesuch in der etwas außerhalb gelegenen Baumwollspinnerei und der Motette in der Thomaskirche.

 

Die Baumwollspinnerei ist eine ehemalige Fabrikstadt, die zu Beginn des 21. Jahrhunderts zu einer Produktions- und Ausbildungsstätte für zeitgenössische Kunst und Kultur umfunktioniert worden ist.

Zusammen mit einer unserer Lehrerinnen haben wir das alte Fabrikgelände erkundet und uns in den verschiedenen Ateliers umgeschaut. Während unseres Ausfluges haben wir verschiedenste Künstler*innen und deren Werke bewundern können. Besonders hat uns die Vielfalt an Künstlern und Kunststielen gefallen. Mit jedem neuen Raum sind wir in eine ganz neue Atmosphäre getreten und hatten das Glück uns mit den Künstlern auch persönlich auszutauschen.

 

Zwischen der ganzen Kunst und Kultur haben wir eine kleine Pause im dortigen Café verbracht und einen leckeren Kaffee und eine kleine Stärkung verzehrt.

Die zweite Gruppe besuchte die Thomaskirche, um am 341. Geburtstag von Johann Sebastian Bach ein Konzert des Thomanerchors zu hören. Begleitet von lateinischen Chören waren viele großartige Solisten, die eine weite Spanne an künstlerischem Können präsentierten. Anschließend wurde auch eine Bach Motette aufgeführt. Der große Act der Show, sozusagen. Nicht nur der Gesang war beeindruckend, auch der Ort der Aufführung war sehr besonders: Die Thomaskirche wurde schon 1212 erbaut und galt schon früh als erste Wirkungsstätte Bachs. Ein finales Gruppenfoto vor der Statue von Bach durfte natürlich auch nicht fehlen! So haben wir unseren letzten Tag in Leipzig verbracht.