Am ASG kommen unterschiedliche Lebenswege, Perspektiven und Erfahrungen zusammen. Diese Vielfalt macht unsere Schulgemeinschaft stark. Wir wollen neugierig aufeinander sein, Unterschiede respektieren und voneinander lernen. Jede und jeder soll sich bei uns willkommen, gesehen und respektiert fühlen – unabhängig von Herkunft, sozialem Hintergrund, Religion, Lebensweise, Geschlecht, sexueller Identität oder persönlichen Interessen.
Vielfalt gehört zu uns
Vielfalt erleben und Demokratie gestalten gehören für uns zusammen. Demokratie lebt davon, dass Menschen unterschiedliche Perspektiven einbringen, einander zuhören, Unterschiede aushalten und gemeinsam Verantwortung übernehmen. Deshalb setzen wir uns für ein offenes und respektvolles Miteinander ein und treten Diskriminierung, Ausgrenzung, Rassismus, Antisemitismus und anderen Formen von Benachteiligung entgegen.
Andere Perspektiven entdecken - eigene Haltung entwickeln
Soziales Lernen und die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Lebensentwürfen gehören für uns zum Bildungs- und Erziehungsauftrag von Schule. Kinder und Jugendliche begegnen in ihrem Alltag vielfältigen und manchmal auch widersprüchlichen Eindrücken, Perspektiven und Lebensweisen. Wir möchten sie dabei unterstützen, sich damit konstruktiv auseinanderzusetzen, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und ihre eigene Haltung und Identität zu entwickeln. Dazu gehört auch, neugierig auf andere zu sein und einen respektvollen Umgang mit unterschiedlichen Lebensentwürfen zu lernen.
Verantwortung übernehmen
Albert Schweitzers Haltung, Verantwortung füreinander zu übernehmen und die Würde jedes Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, begleitet uns dabei. Denn Demokratie ist für uns nicht nur ein politisches System, sondern zeigt sich jeden Tag im Umgang miteinander: darin, wie wir einander begegnen, wie wir mit Unterschieden umgehen und wie wir gemeinsam unsere Schule gestalten.
Das machen wir
Diesen Anspruch wollen wir nicht nur formulieren, sondern im Schulalltag erlebbar machen. Lehrkräfte bilden sich fachlich und pädagogisch fort, Unterricht und Projekte greifen Fragen von Vielfalt, Demokratie und Diskriminierung auf. Wir besuchen außerschulische Lernorte und Gedenkstätten, nehmen an politischen Wettbewerben teil und ermöglichen Workshops und Begegnungen, die Perspektivwechsel und demokratisches Handeln fördern.
Warum hängt in der Eingangshalle des Albert-Schweitzer-Gymnasiums eine Regenbogenflagge?

Wer das Albert-Schweitzer-Gymnasium betritt, sieht in der Eingangshalle die Intersex-Inclusive-Pride-Flag, im Folgenden verkürzt als Regenbogenflagge bezeichnet. Diese Sichtbarkeit mag bei manchen Mitgliedern der Schulgemeinschaft Fragen aufwerfen – insbesondere danach, ob damit ein politisches oder ideologisches Anliegen verbunden ist. Gern erläutern wir, warum die Flagge dort hängt und wofür sie an unserer Schule steht.
Unser Selbstverständnis
Das Albert-Schweitzer-Gymnasium versteht sich als politisch neutraler Lernort im Sinne des Beutelsbacher Konsenses: Wir überwältigen nicht, wir indoktrinieren nicht, und wir eröffnen Räume zur eigenen Urteilsbildung. Gleichzeitig übernehmen wir Verantwortung für ein Schulklima, in dem Ausgrenzung keinen Platz haben darf.
Die Regenbogenflagge in unserer Eingangshalle ist Ausdruck dieses Selbstverständnisses. Sie heißt alle willkommen – ohne Erwartungen, ohne Zuschreibungen und ohne ideologische Vorgaben. Sie steht für Respekt, für Menschenwürde und für eine Schule, die Vielfalt als Stärke begreift.
Vielfalt leben – Demokratie gestalten
Das Albert-Schweitzer-Gymnasium arbeitet derzeit intensiv am schulischen Entwicklungsprozess „Vielfalt leben – Demokratie gestalten“. Ziel ist es, eine Lern- und Lebensumgebung zu fördern, in der alle Mitglieder der Schulgemeinschaft – Schüler*innen, Lehrkräfte, Eltern sowie weiteres Personal – respektiert werden und sich sicher fühlen können.
Die Regenbogenflagge ist ein sichtbares Zeichen für diesen gemeinsamen Weg. Sie signalisiert: Unterschiedlichkeit gehört zu unserer Schule, und jede Person ist hier willkommen.
Die Regenbogenflagge steht für …
- Schutz und Orientierung:
Für Kinder und Jugendliche, die sich ausgegrenzt fühlen oder Angst vor Diskriminierung haben, sendet die Flagge das Signal: Du bist hier sicher, du wirst respektiert. - Stärkung der Persönlichkeit:
Jedes Kind soll in seiner gegebenen Persönlichkeit ernst genommen und gestärkt werden – unabhängig von Herkunft, familiärem Hintergrund, Religion, Geschlecht oder anderen persönlichen Merkmalen. Dies schließt ausdrücklich auch Kinder ein, die sich selbst nie mit Fragen geschlechtlicher oder sexueller Vielfalt beschäftigen müssen oder wollen. - Demokratische Bildung:
Schule hat den Auftrag, junge Menschen zu befähigen, eigenständig zu denken, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und respektvoll mit Vielfalt umzugehen. Sichtbare Zeichen von Wertschätzung sind Teil dieser demokratischen Lernkultur – keine politische Steuerung.
Verankerung im Hamburger Bildungsauftrag
Unser Vorgehen ist kein Sonderweg, sondern fest im Hamburger Bildungsverständnis verankert. Die Präambel der Hamburger Bildungspläne betont ausdrücklich inklusive Bildung und Erziehung sowie einen Unterricht, der die Individualität aller Lernenden berücksichtigt. Schule soll demnach ein Ort sein, an dem Verschiedenheit als Normalität anerkannt wird und niemand aufgrund persönlicher Merkmale benachteiligt wird. Auch der Hamburger Aktionsplan „Hamburg l(i)ebt vielfältig“ unterstreicht den staatlichen Auftrag, Akzeptanz gegenüber geschlechtlicher und sexueller Vielfalt zu fördern und Diskriminierung aktiv entgegenzuwirken.
Hast du weitere Fragen, Anliegen oder Ideen zum Thema Vielfalt?
An unserer Schule engagieren sich Tino Tolk, Neji Mathiszig und Hartwig Dohrke in den Bereichen Vielfalt, Demokratiebildung und Prävention.
Ihr könnt sie jederzeit ansprechen oder per Email erreichen. Sie stehen euch vertraulich zur Seite und freuen sich über jede Form von Austausch, Rückmeldung oder Unterstützung.